Titel


Sonntag, den 28. März 1999

Hallo, herzlich willkommen zur 27. Familienwoche auf Burg Ludwigstein!

Der Turm Seit gestern schwirren schon wieder fleißige Geister (Dorle, Maike, Ruth, Kirsten und Bine) der Familienwoche I auf der Burg Ludwigstein herum. Wie in jedem Jahr müssen noch die letzten organisatorischen Absprachen gehalten werden. Ich - der lauschige Geist Kunibold - könnte euch jetzt schon einige lustige Sachen verraten: So z.B. von der Schwimm-Olympiade - was da so alles ins Wasser fällt. Aber ich muss leider meinen Mund halten - äh, Feder ...?

Wir suchen Reporterinnen und Reporter!!!

Eines unserer Arbeitsangebote wird während der Familienwoche diese "Zeitung" sein. Dazu suchen wir Reporter im Alter zwischen 5 und 99 Jahren.
Jeden Tag soll das Wichtigste, Lustigste oder Interessanteste ausgehängt werden. Unsere Vorstellungen gehen dahin, dass wir am Ende der Fam I dann eine kleine Zeitung fertig haben, die jeder kopiert zur Erinnerung mit nach Hause nehmen kann.
Themen gibt es sicherlich genug. So haben sich die ZDLer (Zivis) bereit erklärt, den Fragen unserer jungen Reporterinnen und Reporter Rede und Antwort zu stehen.


Dienstag, den 30. März 1999

Die erste Wanderung

Bereits am ersten Tag wurde gewandert! Allen Versuchen zum Trotz, den Spaziergang zum Öhrchen als "Pflichtveranstaltung" zu deklarieren, war die Beteiligung allerdings relativ bescheiden. Und das aus gutem Grund, wie Johannes zu berichten weiß: "Kinder sind nach dem Wandern immer sehr erschöpft. Für die Eltern bedeutet das nur mehr Streß."

Das Rätsel der Fahne

von Johannes
Manch einer mag sich bereits gefragt haben, wofür die Fahne vor der Burg steht. Hier die neuesten Erkenntnisse zu dieser aktuellen Thematik:
  • Grün steht für das Wandern,
  • Rot symbolisiert das Osterfeuer und
  • Gelb leuchtet die Sonne.


Mittwoch, den 31. März 1999

Leserbrief

von Holger
Betr.: Wanderung zum Öhrchen (Bericht vom 29.03.1999).
Auch wenn die Meinung einzelner Meutekinder zum Schutz ihrer Eltern vor der "Nörgelmüdigkeit" sehr lobenswert ist, bleibt festzuhalten, daß die Wanderung durch den sich begrünenden Wald (Buschwindröschen, Lerchensporn, Seidelbast) und die am Öhrchen grüßende Sonne von ca. 40 Wanderlustigen genossen wurde. Die Kinder hatten viel Spaß an den Spielgeräten und natürlich am Bach. Richard bemerkte seine nassen Socken sogar erst, als er sie nach dem Schwimmen wieder anziehen wollte. Annette war von der Kraft des Hundes Afra überrascht, der sie kräftig bergab zog. Annette: "Besser ich nehme sie demnächst bergauf.". Berthold suchte sich "ein drittes Bein" und lehnte jede Hilfe motorisierten Einsatzes dankend ab.

Resumée des Tages

von Johannes
Aufgrund unbekannter technischer Schwierigkeiten konnte am Dienstag erst um 7:30 Uhr geweckt werden, was manch einem geradezu wie "Ausschlafen" vorgekommen sein mag. Als dann die ersten im Speisesaal eintrafen, fanden sie bereits die Wagen mit dem köstlichen Frühstück vor.


Donnerstag, den 01. April 1999

Familienwandertag

Warum ist die Banane krumm?

von Annette
Eine Palme Und warum die Kirsche nicht? Wie warm ist es in den Tropen, wie wächst Kakao? Diese und andere Fragen wurden im Tropengewächshaus  gestellt und beantwortet oder ergaben sich anschließend an die ausgesprochen anregende Führung für die 64 teilnehmenden Personen.
Wir durften Proben beriechen, betasten und schmecken. "Ein Stück Zitronengras - wonach riecht das?" - "Zitronig", "Nach Backmischung". Oder Pachouli - was in unseren Breiten als Parfum genutzt wird, gilt in anderen Gegenden als abschreckender Insektenschutz. Außerdem durften Kaffeebohnen ausgepult werden - "Diese roten Preiselbeeren sollen Kaffee sein?" - und die darin enthaltenen Samen für den heimischen Blumentopf mitgenommen werden. Dem ganz persönlichen Lieblingskaffee stehen jetzt also nur noch mehrere Vegetationsperioden und das Rösten im Wege.
Der Rundflug durch Subtropen, Tropen, Subtropen und zurück nach Witzenhausen war sehr interessant und die Kinder lauschten gebannt.


Freitag, den 02. April 1999

Sensationeller Endspurt

In einem packenden Finale wurde die Schwimmolympiade zugunsten der Athleten des SC Adler entschieden. Diese waren bereits nach der "Tauchring-Staffel" in Führung gegangen, die tapferen ReckInnen des SV Löwe konnten Schwimmolympiade aber im "Joghurtbecher-Retten" ausgleichen. Das "Tischtennisball-Sammeln" konnten die Adler für sich entscheiden, während in der vierten Runde, dem "Balltransport", die Löwen die Oberhand behielten. So konnte erst in der letzten Disziplin, dem "Baywatch-Paddeln", der Gesamtsieger ermittelt werden. In der sensationellen Zeit von 2:55 Minuten siegte das Adler-Team von Melina, Kerstin M., David, Vincent, Gero und Eva. Doch auch die zweitplazierten Löwen mit Birte, Niklas, Johannes, Hanna, Kerstin F. und Kerstin H. lagen mit einer Zeit von 3:15 Minuten noch deutlich unter der bisherigen Rekordzeit von 4:22 Minuten aus dem Jahre 1702. Herausragend auch die Leistungen der Zeitnehmer Steffen und Thomas und der Mannschaftsbetreuer Götz und Elisabeth. Dank der ausgezeichneten Planung des Organisationskommitees der Funktionärinnen Ruth und Kirsten und der Oberaufsicht von Wolfram konnte die Veranstaltung von den anwesenden fünf Zuschauern in vollen Zügen genossen werden.
Marens herausragende Schwimmeinlage hätte sicherlich einen Sonderpreis verdient, da die Wettkämpfe jedoch bereits beendet waren, konnte diese Einzelleistung nicht in die offizielle Wertung aufgenommen werden.

Heldenhafter Einsatz

Unter bislang ungeklärten Umständen versagte die Kartoffelschälmaschine. Dem aufopfernden Einsatz zahlreicher Helfer ist es zu verdanken, daß wir zum Mittagessen nicht auf die schmackhaften Knollen verzichten mussten. Innerhalb weniger Augenblicke waren ca. 50 kg der Erdfrucht von störenden Schalen befreit.
(... April, April)


Samstag, den 03. April 1999

Kulturelle Höchstleistungen

Der Höhepunkt des Karfreitags war sicherlich das festliche Konzert- und Theaterprogramm. Eröffnet wurde dieses von dem Orchester unter der Leitung von Ludwig mit einer wunderschönen Ouvertüre von Händel. Im Anschluß weckten Erika und Hans mit einem musikalischen Vortrag auf Psaltern das Interesse an diesen mittelalterlichen Instrumenten. Es folgte die bezaubernde Darbietung eines Divertimentos von Mozart durch das verkleinerte Orchester. Nach dem Vortrag der schottischen Air "Loch Lomond" durch das um eine Bläserfraktion erstarkte Orchester kam das von einigen Kindern einstudierte Theaterstück zur Aufführung. Auf Anregung von Gerd, der auch die Rolle des Vorlesenden übernahm, hatten Annette, Marion und Beate mit den Kindern pantomimische Szenen zum Märchen vom tapferen Ferdinand erarbeitet. Zum ultimativen Genuß für Augen und Ohren wurde die Aufführung durch die von Felix vorgetragene begleitende Musik und die von Waltraud gebastelten zauberhaften Kostüme. Anschließend hatte der Madrigalchor seinen großen Auftritt. Er konnte unter Igors dynamischer Leitung mit drei Stücken zum Thema "Heimat" begeistern, von denen das letzte (der Chor der Gefangenen aus Verdis "Nabuco") auch die Zuhörer (die gegenüber den Vortragenden vermutlich in der Unterzahl waren) zu mitsingen und -schunkeln animierte.


Sonntag, den 04. April 1999

Am Tag als der Regen kam

Osterfeuer Hiermit ist es amtlich: Der Winter hat ausgedient. Nachdem die gleichnamige Strohpuppe doppelten Geschlechts den Flammen geopfert wurde, hat sich der eingeläutete Frühling auch prompt durch Niederschläge bemerkbar gemacht. Zuvor allerdings konnten sich alle an den wunderbar brennenden Osterfeuern Leib und Seele erwärmen und sich an Stockbrot und Bratwürsten erfreuen.

Akute Raumnot!

Aufgrund des akuten Platzmangels in der Burg müssen nunmehr auch die stillen Orte als Schlafplätze genutzt werden. Unklar ist allerdings noch die Preisgestaltung hinsichtlich des Einzelzimmerzuschlags und der Komfortkategorie.

Morgen ist nicht Aschermittwoch - aber die Fam vorbei!

Kommt gut nach Haus' und bis zum nächsten Mal auf Burg Ludwigstein.


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